Hallo und Herzlich Willkommen, bei einem neuen Format, hier auf der Seite von Angeln & Freizeit.
Als ersten will ich mich kurz vorstellen und euch einen Einblick geben, worum es bei diesem neuen Format gehen soll.
Mein Name ist Benjamin Gründer und ich komme aus dem schönen Thüringer Wald besser gesagt aus Zella-Mehlis. Ich bin Mittlerweile 44 Jahre alt und bereits seit 30 Jahren (man möchte es kaum glauben) dem Angelvirus verfallen. Bereits 2005 habe ich einen Sponsor Vertrag bekommen von damals einen der größten Angelfirmen Europas. Nun bin ich seit mehr als 3 Jahren Repräsentant der Firma Zeck Fishing, wo ich unter https://www.youtube.com/@ZeckFishingWels regelmäßig neues Videomaterial veröffentliche. Desweitern bin ich schon 17 Jahre selbständiger Angelguide und biete Touren auf Wels und Karpfen an. 2023 habe ich die Angelwetter App übernommen und nach meinen Vorstellung neu aufgesetzt. Jetzt findet jeder Angler alle wichtigen Wetter und Mond Daten kostenlos in einer App. Eine genaue Vorstellung der App wird folgen. Die App ist für alle Nutzer 100 % kostenlos und wird durch einen Werbepartner unterstützt. Hier kommt Anglen & Freizeit ins Spiel und die Erklärung, was euch genau erwartet in diesen Blog Format.

Ich habe bereits vor Jahren regelmäßig über meinen Angel Touren geschrieben und einen Blog verfasst. Dieses Format erfreute sich einer großen Beliebtheit, da es hinter die Kulissen geblickt hat und auch Sachen abseits des Hochglanz-Formats YouTube besprochen und gezeigt hat. Dass ich mir damit nicht nur Freunde gemacht habe, weiß ich und dennoch wollen André und ich, ein ähnliches Format hier wieder aufleben lassen. Regelmäßig werde ich euch Text und Bilder von meinen Touren präsentieren und auch Sachen zeigen und ansprechen dir ihr nicht auf YouTube oder Instagram oder Facebook seht. Natürlich will ich immer versuchen euch verschiedene Tipps mit an die Hand zugeben, die jeder an seinen Gewässer umsetzen kann.
Doch wollen wir gleich starten ohne nicht mit einen Hinweis noch vorab zukommen; solltet Ihr Themen-Wünsche, Kritik oder Lob dalassen wollen, schreibt am besten eine Mail oder meldet euch über Instagram Benjamin Grűnder (@grunderbenjamin) bei mir. Und jetzt gehen wir in den ersten Blog:
Sommerurlaub am Grande Fiume Po
Vor über 20 Jahren, habe ich das Sommerfischen am Grande Fiume Po kennen und lieben gelernt. Der Po und seine Welse sind ein einzigartiges Gewässer in Nord Italien. Die Besonderheit sind nicht nur die unzähligen Sandbänke, welche das Ufer des Flusses prägen, sondern auch das Verhalten der Fische. Dadurch dass der Fiume Po bis Cremona nicht bebaut ist, können die großen Meeräschenschwärme den Fluss zum Laichen hinauf ziehen. Die Welse haben sich auf diese Nahrungsquelle eingestellt. Dadurch ist es oft möglich die Welse beim Fressen an der Oberfläche zusehen oder zuhören. Das macht diesen Fluss so besonders. Ich habe bisher kein anderes Wasser kennen gelernt wo diese Phänomen zu beobachten ist. Dennoch muss ich sagen, dass sich die Fischerei in den letzten 20 Jahren am Po geändert hat. Gerade dieses Raubverhalten ist viel seltener geworden. Ich kann mich jetzt an viele Touren im Sommer erinnern, wo ich in zwei Wochen am Fluss nicht einmal die Waller beim Fressen gesehen oder gehört habe.

Die Fischerei an sich ist denkbar einfach: Mithilfe von Bambus Stöcken werden die Köder (Meeräschen) auf der Sandbank angeboten. Ich suche dazu gerne Querabrisse welche in den Fluss hineinlaufen. Diese sind oft von außen ohne Echolot „Sichtbar“. So habe ich habe ich auch diesmal gemacht. Ein großer Abriss zog sich quer zur Strömung und waren für meine Gäste, Paul und Silvio mit seiner Frau, mein erster Anlaufpunkt. Während die Jungs sich mit der leichten Spinnrute um unsere Meeräschen als Köder kümmerten, bereitete ich die Montagen vor. Diese sind denkbar einfach. Da wir in Italien noch mit dem lebenden Köder Angeln dürfen, greife ich auf die Haarmontage zurück. Diese ist schonender für den Köder. Dazu greife ich Aktuell auf den Zeck Mr. Wallerhook in der Größe XXS als Führungshaken zurück und den Circle Hook in der Größe M als Fanghaken. Ein Mono Vorfach in der Stärke 0.98 mm rundet mein Vorfach ab.
Die Stöcke werden nur mit Hilfe der Badehose gesetzt. Ohne Boot oder Echolot. Das hat mehrere Vorteile: zum einen ertaste ich so viel besser die kleinen Untiefen im Boden. Zum anderen bekomme ich so die Stöcke besser in den Boden wenn ich stehe, wie vom Boot aus.

Ein kleiner Ausleger am Ende des Stockes mit einer dünnen Reißleine 0.30 mm reicht um meine Köder zu fixieren. So befische ich am liebsten die Sandbänke im Sommer. Alle Montagen werden dann an den Stock abgespannt und die Köder hängen dann kurz unter der Wasseroberfläche. Nachdem wir alle unser Köder ausgelegt hatten, kehrte nur kurz Ruhe ein. Die ersten Waller konnten wir mit der untergehenden Sonne beobachten und es dauert nicht lange, bis Paul den ersten starken Fisch landen konnte. Eine tolle Stimmung am ersten Abend wo wir mit dem Einsetzen der Dunkelheit immer mehr Waller an der Gewässeroberfläche hörten. So dauert der nächste Biss nicht lange, wobei wir leider den Fisch im Drill verloren. Bis ca. 12 Uhr Nachts hörten wir viele Waller beim Fressen und bekamen in dieser Zeit zwei weitere Fehlbisse. Ab Mitternacht war diese Schauspiel vorbei und um es kurz zu machen, blieb es die einzige Nacht, wo wir die Waller beim Fressen hörten und unsere Bisse bekamen. Die Tage danach war der Fluss wie tot und wir wechselten Regelmäßige die Angelplätze um den Fischen wieder auf die Spur zu kommen. Dennoch konnten wir nur noch beim aktiven Angeln mit dem Wallerholz unsere Fische verbuchen.

Eine Sache fand ich wieder sehr interessant: mit Hilfe des Echolotes fand ich eine tiefe Buhne wo wir unzählige Waller auf dem Echolot sahen. Was lag da näher als sich dort einen Platz am Ufer zu suchen und seine Köder dort abzuspannen? In zwei Nächten bekamen wir nur einen Biss und das obwohl unser Köder direkt den Fischen vorm Maul lagen. Auch das ist die bittere Realität welche einen an einem der besten Welsreviere Europas passieren kann. Ein Auftakt wie im Bilderbuch um danach keine Spur mehr von Wallern zusehen.
Wie es dann weiterging erfahrt ihr schon bald im nächsten Blog.
Petri Heil am Wasser euer Benni