
Nachdem ich mit meinen Gästen eine tolle Woche in Italien erlebt habe, stand noch eine Woche Familienurlaub auf dem Programm. Von Anfang an war für uns klar, wir fischen nur aktiv ein paar Stunden am Tag auf Wels und schlafen im Camp.
Humminbird Mega Live
Ein Thema was die Angler-Schaft spaltet, die Live Technik beim Angeln. Aber schauen wir uns erst einmal im Detail an worum es geht:
Ein traditionelles Echolot, auch Fishfinder genannt, sendet Ultraschallwellen aus und empfängt Echo-Signale vom Gewässerboden, Fischen und Strukturen. Diese Signale werden in Form eines Bildes dargestellt — meist eine statische Momentaufnahme, die einen Blick retourwirft, basierend auf bereits empfangenem Echo.
Humminbird hat in diesem Bereich technische Stufen wie:
• CHIRP Down Imaging / Side Imaging – mit typischer Frequenz bei 455 kHz für klare Bilder bis zu etwa 120 m Tiefe.
• MEGA Imaging (Down / Side) – arbeitet im Megahertzbereich (Mega auf MHz bezogen), liefert fotorealistische Bilder mit deutlich höherer Auflösung, jedoch mit begrenzter Reichweite (z. B. bis 38 m, bei MEGA Imaging+ bis ca. 61 m).
Das Besondere bei den „MEGA“ Varianten ist die Nutzung höherer Frequenzen für ultra-hochauflösende Darstellung — besonders effektiv für Klarheit und Details bei begrenzter Reichweite.

Was ist Humminbird MEGA Live?
Mega Live ist eine Live Echolot-Technologie von Humminbird, die in Echtzeit das Unterwasserleben zeigt — analog zu einem „Fisch-Live-TV“. Das bedeutet:
• Fische, Köder und Strukturen werden permanent live in verschiedenen Blickwinkeln angezeigt: Down (unter dem Boot), Forward (vor dem Boot) und Landscape/Panorama (seitlich/horizontal).
• Keine Extra-Blackbox nötig – der Geber wird direkt an kompatible Echolote (HELIX G3N/G4N, SOLIX, APEX) angeschlossen
• Reichweite liegt bei etwa 45–46 Meter.
• Der Beamwinkel liegt bei etwa 20°x120°, Frequenz bei etwa 1050 kHz – etwas niedriger als bei Garmin LiveScope, aber im selben Bereich.
• Besonders komfortabel im Handling: kompakte, schwenkbare Montage mit ergonomischem Design – sehr benutzerfreundlich.
Vergleich: Normales Echolot vs. MEGA Live
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Merkmal |
Normales Echolot (z. B. CHIRP / MEGA DI/SI) |
Humminbird MEGA Live |
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Darstellung |
Statisch, retour-basierte Bilder |
Echtzeit‑Livebilder („Live‑TV“) |
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Anzeigeechtzeit |
Verzögerte Représentation (Echo-Speicher) |
Direkter, kontinuierlicher Live-Blick |
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Frequenz |
455 kHz (CHIRP), oder MHz bei MEGA Imaging |
~ 1050 kHz |
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Reichweite |
CHIRP: bis ca. 120 m; MEGA: ca. 38–61 m |
ca. 45–46 m |
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Blickwinkel/Modi |
Down Imaging oder Side Imaging (je nach Transducer) |
Mehrere Modi: Down, Forward, Panorama |
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Komplexität |
Standard transducer-System |
Kompaktes System ohne Blackbox, einfach montierbar |
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Anwendungszweck |
Strukturen, Boden, Fische sichtbar nach dem Ping |
Fische reagieren live auf Köder – ideal für gezielte Präsentation |
Das sind die Technischen Elemente wenn es um die Live Technik bei Echoloten geht. Ich will mich aber nicht wirklich in Technischen Fragen verlieren, weil mir das keine Fische bringt und die meisten Leser auch nicht bereit sind, für mehrere Tausend Euro sich die Live Technik zukaufen. Ich habe jetzt einige Zeit mit dieser Technik verbracht und umso mehr ich sie nutze, desto Gespaltener bin ich der Nutzung gegenüber.

Der große Vorteil ist, dass wir Fische unseren Köder direkt präsentieren können. Das heißt, ich suche den Fisch mit dem Echolot und Fahre dann den Fisch gezielt mit dem Boot an und lasse dann erst meinen Köder zum Fisch. Die größte Schwierigkeit ist das „verfolgen“ mit dem Boot. Gerade in Flüssen mit Strömung ist es kaum möglich den Fisch zu folgen. Von daher brauche ich Bereiche wo sich Strömungen brechen und zurückdrehen. Meistens sind diese Bereiche auch tiefer wie der Flussverlauf. Dort spielt die Live Technik voll ihre Vorteile aus, oder in Tieferen Seen.
Das ist der erste Wichtige Punkt, der Platz muss die Technik zulassen. Dazu gleich ein Beispiel aus unsere Sommertour. Ein tiefer Dreher mit fast 11 Meter Wassertiefe war für meine Mädels und mich, unsere erster Anlaufpunkt. Hier sahen wir mit der Technik unzählige große Waller. Die meisten Fische sahen wir im Mittelwasser schwimmen. Durch den Strömungschatten, stand das Boot auch ohne E-Motor auf dem Spot und wir konnten unsere Köder präsentieren. Unzählige Male drehten die Fische kurz vor dem Köder wieder ab was definitiv bei jeder Welsangler Adrenalin in die Adern schießen lässt, wenn ein 2 Meter Fisch direkt am Köder steht und nach einigen Sekunden wieder abdreht. In solchen Bereichen sahen wir viele Fische fingen aber im Verhältnis dazu wenig.

Nachdem wir solche Plätze abgefischt hatten, habe ich mich dann einfach mit dem Boot an der Steinpackung abtreiben lassen und das Wallerholz genutzt. Hier fingen wir die meisten Fische die wir sahen, auch wenn es im Verhältnis viel weniger war, wie in den Markanten Gewässerstrukturen. Das liegt an mehreren Sachen, zum einen hatten wir eine Drift Geschwindigkeit von 2 bis 3 kmh. Durch das Wallerholz sind die Fische zu unseren Köder gekommen und nicht wir mit unseren Köder zum Fisch. Das ist ein großer Unterschied in der Präsentation. Auch wenn wir viel mehr Fische in relativ Flachen und Struktur losen Flächen fangen konnten, muss ich erwähnen das es viele „Halbstarke“ Welse waren die unsere Würmer nahmen.

Wir hatten bei jeder Ausfahrt unsere Fische und erlebten eine tolle Zeit auf den Fluss. Die Nächte haben wir dann genutzt um direkt von Camp aus auf Karpfen zufischen.
Ich habe euch dazu auch ein kurzes Video gemacht was ihr hier findet:
https://youtu.be/rx_8AYnf8pY?si=xQdXnOVwhiFLMB7f
Über das Karpfenangeln am Grande Fiume Po, habe ich euch einen Artikel geschrieben welchen ihr blad hier auf der Seite von Angeln & Freizeit findet werdet.
Sollte ihr Fragen zur Live Technik haben meldet euch gerne. Dazu kommen auf jeden Fall weitere Artikel.
Viel Erfolg am Wasser und viele Grüße euer Benni